Was ist eigentlich ein Patriot, oder was ist Patriotismus?

Das Schuldkult-Problem der Deutschen

Nun, nehmen wir  zuerst die offizielle Erklärung des Dudens: Das Wort Patriot wird abgeleitet von Patriotismus. Es kommt aus dem Französischen und bedeutet demnach Heimatgefühl, Heimatliebe, Liebe zum Vaterland, Nationalgefühl, vaterländische Gesinnung, oder im emotionellen eben Vaterlandsliebe.

Rainer Hill

Und wie sieht die „landläufige“ Definition aus? Für die meisten Menschen, Deutsche in unserem Kontext, hat der Begriff „Patriotismus“ einen äußerst negativen Beigeschmack, wird er doch seit über 70 Jahren fälschlicherweise immer wieder mit Nationalsozialismus in einen Topf geworfen. Wenn sich heutzutage jemand als Patriot „outet“, so wird ihm sofort eine nationalsozialistische Gesinnung unterstellt. Woran nicht wenige Freundschaften zerbrochen sind. Wer will schließlich schon mit einem „Nazi“ befreundet sein?

Jetzt aber mal ganz ehrlich: Das eine hat mit dem anderen soviel gemein, wie ein Kieselstein mit einer Rose.

Nehmen wir also die deutsche Übersetzung von Patriotismus: Heimatliebe. Was Liebe ist, wissen wir alle, naja, die meisten jedenfalls. Aber was ist mit Heimat? Was bedeutet Heimat?

Ist es das eigene Haus, die eigenen vier Wände, auch wenn es nur zur Miete ist? Was ist mit Umfeld? Der Gegend, in der man lebt? Ist das, wo man lebt, die Heimat, oder doch eher das, wo man eigentlich herkommt? Wo man seine Kindheit und Jugend verbracht hat, im Schutze seiner Eltern und den Menschen, mit denen man zusammen aufgewachsen ist?

Ist das Zuhause auch gleichzeitig Heimat?

Was ist, wenn Sie aus beruflichen Gründen in eine völlig andere Gegend ziehen, wird das ihre neue Heimat? Oder doch nur ein Zuhause? Erinnern Sie sich vielleicht noch an die ersten Lieder, die Sie in der Schule oder im Kindergarten gesungen haben? Haben Sie nicht auch „Im Frühtau zu Berge“ aus vollem Halse mitgesungen und sich dabei vorgestellt, wie Sie zusammen mit ihren Freunden eben jene Pfade beschreiten, die Sie da besingen? Haben Sie sich nicht auch vorgestellt, wie Rübezahl seine Lande beschützt, wie in dem alten Lied „Hohe Tannen weisen die Sterne“ ?

Erinnern Sie sich noch an den Besuch in Ihrem  Heimatmuseum, wo Ihnen Ihr Lehrer die Geschichte Ihrer Heimat näher zu bringen versuchte? Wie war das damals, als Sie mit Freunden Ihre Gegend mit dem Fahrrad erkundet haben oder in den Ferien in andere Ecken Deutschlands gereist sind? Erinnern Sie sich an die Wälder, die Sie durchstreiften, an die Bäche, an denen Sie gespielt haben? An die Höhlen und Burgen, die Sie erforscht haben?

Erinnern Sie sich an die Gefühle, die Sie damals hatten? Wie sehr Sie all das liebten? Das ist Heimat. Das Gefühl, geborgen und geschützt zu sein und dennoch tun und lassen zu können, wonach Ihnen immer auch war.

Und wie war das noch im Geschichtsunterricht? Wissen Sie noch, wer die erste Taschenuhr, den ersten Globus erfunden hat? Wer in Deutschland das erste Schwarzpulver entwickelte? Seit dem Mittelalter gab es deutsche Entdecker und Erfinder, die die Welt voranbrachten. Poeten, Musiker, Philosophen, die Deutschland im Laufe der Jahrhunderte letztendlich zum Land der Dichter und Denker emporhoben. Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Oswald von Wolkenstein, Schiller, Goethe, Lessing, Schopenhauer, Kant. Die Liste könnte man um einiges weiterführen. Fakt ist, es waren Deutsche, die Deutschland zu dem machten, was es einmal war. Zu einer großen Nation.

Nicht zu vergessen all jene Menschen, die Bauern und Tischler, Bäcker und Fleischer, die die Menschen tagtäglich mit dem Notwendigsten versorgten und so zum Wohle und der Gesundheit des Volkes beitrugen. Sie alle haben alles gegeben, für ihre Familien, für ihre Mitmenschen … für ihre Heimat.

Natürlich gilt das auch für die Franzosen, die Briten, die Italiener, die Spanier usw. Auch sie gaben alles, aber eben jeder für sein Land. Das er liebte und auch heute noch liebt.

Doch wie sieht heute es in unserem Land aus? Fragen sie mal einen jungen Menschen, oder auch einen x-beliebigen Erwachsenen. Die Wenigsten können sich heute noch mit Deutschland identifizieren. Zwei aufgezwungene Weltkriege und 70 Jahre Demoralisierung und Zerstörung der Identität haben es geschafft, dass sich eine ganze Nation selbst verachtet. Nicht zuletzt durch den Umstand, dass die Geschichtsschreibung verfälscht wurde und wird. Ein ganzes Volk wurde seines Wesens beraubt, weil gewisse Leute Angst vor der Schaffenskraft und dem Willen eben dieses Volkes hatten und immer noch haben. Permanent wird dem deutschen Volk das Dritte Reich vorgeworfen. Was natürlich völliger Blödsinn ist, da von den Damaligen kaum noch jemand lebt und schon gar nicht mehr in irgendeiner Art und Weise „gefährlich“ werden könnte. Für die meisten Deutschen beginnt Deutschlands Historie, Dank der 70 Jahre Gehirnwäsche, erst mit der Jahreszahl 1933 und damit ist für sie die Sache erledigt. Deutschland darf nie wieder dem Faschismus, dem Nationalsozialismus, anheim fallen.

Nun, das wollen Patrioten auch nicht! Patrioten wollen aber wieder mit erhobenem Haupt durch die Straßen gehen und sagen können, dass sie stolz darauf sind, Deutsche zu sein. Und Patrioten wünschen sich dies auch für den Rest des deutschen Volkes: das Joch der Unterdrückung und der Gehirnwäsche endlich abzuwerfen.

Zu fragen, wo die Welt heute ohne Deutschland wäre, ist wegen der Phase 1933-45 heikel. Doch Deutschland wurde in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg gedrängt. Die Frage müsste also lauten: Wo wäre die Welt heute, wenn Frankreich, England, die USA und diverse Interessengruppen Deutschland damals in Ruhe gelassen hätten. Denn der Deutsche ist nicht schlecht. Er liebt seine Heimat und seine Kultur ebenso, wie es der Franzose tut, der Italiener, der Grieche, der Spanier, die Briten; wie alle anderen ihr Land eben auch lieben.

Und der Deutsche hat auch das Recht darauf, sich stolz zu seiner Heimat zu bekennen. Es sind aber leider immer noch Kräfte am Werk, die dieses verhindern wollen. Und diese Kräfte sitzen in unseren eigenen Reihen. In unseren Rathäusern, in den Landtagen, im Bundestag. Und in Übersee.

Wehe Fahne stolz über grüne Felder
Blühe liebes Vaterland trotz geraubter Gelder
Wehe Fahne stolz über Wald und Wiesen
Trotzig tapfer durch die Landeskrisen
Wehe Fahne stolz soll der Adler fliegen

Denn die Wahrheit wird bald siegen

(Quelle Gedicht: Die Heimatseite)

Kommentar verfassen

Verfassen Sie den ersten Kommentar!

avatar
wpDiscuz