Das Leid mit der deutschen Kultur: Der alte Glanz ist verloren gegangen

Ja, wir waren einst das Volk der Dichter und Denker. Waren!

Jahrhundertelang haben Deutsche das Leben in Europa beeinflusst und mitgestaltet. Es gab Erfinder, Komponisten, Philosophen und Geschichtenerzähler seit dem Mittelalter.

Rainer Hill

Berthold Schwarz, Martin Behaim, Johannes Gutenberg, Arthur Schopenhauer, Martin Luther, Albrecht Dürer, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven, Johann Wolfgang von Goethe, Caspar David Friedrich, Immanuel Kant, die Gebrüder Grimm, Hermann Löns, Christian Morgenstern, Theodor Fontane, Georg W. Friedrich Hegel und Heinrich Heine, Karl Marx und Friedrich Engels, Kurt Tucholsky, Carl Zuckmayer und Erich Kästner – um nur einige der Bekannteren zu nennen. Selbst Albert Einstein war Deutscher. Otto von Lilienthal, Werner Siemens, Wernher von Braun und Konrad Zuse, der den ersten programmierbaren Computer erfand: Alles Männer, die Teil der deutschen Geschichte, ja sogar Weltgeschichte sind und die die deutsche Kultur ausmachten. Sie alle waren Deutsche.

Und heute? Tja, da hapert es wohl ein bisschen. Was bringen die Deutschen heutzutage hervor an Großen der Literatur, der Musik, der Erfindungskunst, oder gar der Philosophie?

Ist schon alles gesagt? Alles gedacht und niedergeschrieben worden? Alles komponiert? Nein nein, Dieter Bohlen, den kann man nun wirklich nicht als Weltklasse oder historisch bezeichnen. Mal ehrlich, was oder wen haben wir heute im 21. Jahrhundert noch zu bieten? Fakt ist, dass nach 1945 nicht ein einziges Werk – egal, auf welchem Gebiet – zum Ruhme Deutschlands gereichen würde. Nichts, aber auch rein gar nichts. Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit dem European Song Contest, da versagt die deutsche Abordnung schon seit Jahr und Tag, und Welthits waren auch nicht gerade dabei.

Was also haben die Deutschen, oder auch nur ein Einziger in den letzten 70 Jahren Wertvolles zustande gebracht? Irgendetwas, auf das man als Deutscher zeigen und sagen könnte: Ha, das hat ein Deutscher vollbracht. Das ist ein deutsches Produkt, das ist deutsche Markenqualität – oder das sonstwie, in welcher Form auch immer, dazu angetan wäre, dass man es mit Deutschland verbindet.

So traurig es auch klingt, das Einzige, was man später einmal mit Deutschland und dem 21. Jahrhundert in Verbindung bringen wird, ist Frau Doktor Angela Merkel. Und zwar direkt nach Adolf Hitler. Das ist mal sicher. Merkel wird in die Geschichtsbücher eingehen als die erste deutsche Bundeskanzlerin und Zerstörerin Deutschlands, Zerstörerin der deutschen Kultur und Zerstörerin Europas. Also glanzvoll ist etwas anderes. Die anderen sogenannten Politiker sind ohnehin nur Randfiguren der Geschichte. Sicher hatten wir noch andere Figuren innerhalb der letzten 70 Jahre, die mal von sich reden machten, aber so richtig glanzvolle oder bedeutsame Persönlichkeiten waren nicht wirklich darunter.

Helmut Kohl zählt auch nicht, auch wenn er gerne als Einheitskanzler betitelt wird, der hatte nur das Glück des Moments, persönlich dazu beigetragen hat er nichts. Zumal die Bedingung der Alliierten (also hauptsächlich den USA) für die Zulassung dieser „Einheit“ Deutschlands war, dass der Euro eingeführt wird, dies stellt also auch keine Glanzleistung dar.

Haben wir sonst noch wen? Ralph Siegel? Der Komponist, der die meisten Misserfolge bei den ESC eingeheimst hat? Til Schweiger, der nuschelnde Schauspieler, der in seinem Restaurant normales Tafelwasser für über vier Euro verkauft und ansonsten ungefragt gegen Systemkritiker pöbelt? Na, lassen wir Schauspieler und Sänger lieber aus und vor, die zählen nicht wirklich zur deutschen Kultur, eher zur Leidkultur als zur Leitkultur.

Überhaupt ist es in Sachen Philosophie, Denker und Erfindungen recht ruhig geworden in der Welt. Einzig in Sachen Musik und Film haben sich einige Personen hervorgetan.

Nur leider sehr wenige Deutsche.

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